Goldfinger
Goldfinger sieht wie ein zwölfjähriges Mädchen aus, und sie ist auch erst zwölf. Doch hinter den großen, rehbraunen Augen und den goldenen Locken, die wie Wind um ihr Gesicht herumwirbeln können, lebt eine Seele, die schon viel älter ist. Wenn man ständig in Todesangst lebt, altert die Seele eben viel schneller.
Goldfinger ist eine Schickse, und Schicksen sind die Straßenkinder in Drachenherz – wie die Jauester. Sie sind elternlose Kurzenkinder, die keiner mehr haben will und die man, wenn man sie entdeckt und fängt, an die Erdoberfläche verbannt. Dort machen die Herren von WILDERNACHT, die Reps oder Sekten Jagd auf sie.
Seit sie denken kann, ist Goldfinger allein. Vertrauen ist keine Tugend unter den Kurzen, und wenn man ständig in Todesangst lebt, kann auch kein Vertrauen mehr wachsen. Deshalb misstrauen und bekämpfen sich die Schicksen und Jauester auch untereinander. Jedes Kind lebt für sich allein.
Es ist ein trauriges Leben, das die elfenhafte Goldfinger da in Drachenherz lebt, und es ändert sich erst, als sie Ko-Kahla-Bold trifft, um die sie sich kümmern darf …